Doppelwertigkeitsbewertung: Wie bestimmen Sie, welche ESRS-Themen zutreffen
Einführung
Sind Sie bereit, innerhalb der nächsten 10 Minuten einen Schritt zu unternehmen, der Ihre Organisation darauf vorbereiten kann, den Anforderungen der zunehmend strengen europäischen Regelungen gerecht zu werden? Öffnen Sie Ihre interne Compliance- oder CSR-Strategie und überprüfen Sie, welche ESRS-Themen bisher identifiziert wurden. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie sie die Double Materiality Assessment (Doppelwertigkeitsbewertung) implementieren können, um die finanzielle und impact-related Materialität gemäß den neuesten Vorgaben der europäischen Aufsichtsbehörden zu bewerten. Dies ist ein erster praktischer Schritt, um den Anforderungen derCSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der ESRS (European Sustainability Reporting Standards) gerecht zu werden.
Für europäische Finanzdienstleister ist die Doppelwertigkeitsbewertung zu einem zentralen Thema geworden. Nicht nur, weil sie eine Voraussetzung für die Berichterstattung über den Nachhaltigkeitsaspekt der CSRD ist, sondern auch weil sie die Grundlage für die moderne, verantwortungsvolle Unternehmensführung bildet. Finanzielle und nicht finanzielle Risiken sind in stärkerem Maße verbunden als je zuvor, und das Fehlverständnis der Materialität kann zu Bußgeldern, Prüfungsschwerpunkten, betrieblichen Unterbrechungen und Rufschäden führen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, warum die Doppelwertigkeitsbewertung entscheidend ist und wie Sie damit umgehen können.
Das Kernproblem
Die Doppelwertigkeitsbewertung zielt darauf ab, sowohl die Themen zu identifizieren, die einen finanziellen Einfluss auf das Unternehmen haben (finanzielle Materialität), als auch die, die einen signifikanten Einfluss auf die Gesellschaft, die Umwelt und andere Stakeholder haben (impact-related Materialität). Dies ist ein komplexer Prozess, bei dem viele Organisationen Fehler machen.
Die Realkosten eines Missverständnisses der Materialität sind hoch. Eine Studie desCorporate Knights zeigt, dass Unternehmen, die ihre Materialität nicht korrekt identifizieren, durchschnittlich 12,5% ihres Marktkapitalisierungswertes verlieren können (eine Summe, die in der Regel in Millionen oder Milliarden Euro fällt). Darüber hinaus verschwenden diese Unternehmen Zeit und Ressourcen, um Punkte zu beleuchten, die für ihre Interessengruppen nicht von Belang sind, während wichtige Fragen unbeantwortet bleiben.
In Bezug auf die regulatorische Verpflichtung, referenzieren wir Artikel 7 der CSRD, der eine "integrierte und differenzierte Analyse der Materialität" erfordert. Dies bedeutet, dass Unternehmen nicht nur die finanzielle Materialität berücksichtigen, sondern auch die Materialität im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Umwelt.
Ein konkretes Szenario: Eine Bank hat ihre strategischen Ziele auf das Wachstum ihrer Kundenbasis konzentriert, wobei Umweltthemen wie "Klimaänderung" und "Ressourceneffizienz" als weniger relevant eingestuft wurden. Mit der Einführung der ESRS und der CSRD muss diese Bank nun ihre Vorgehensweise überdenken, da Umweltthemen nachweislich eine finanzielle Materialität für die Branche haben. Ohne eine gründliche Doppelwertigkeitsbewertung könnte die Bank Risiken auf sich zuziehen, die sie fürchten könnte, und gleichzeitig könnte sie sich der Reputationsschäden aussetzen, indem sie die Erwartungen ihrer Stakeholder nicht erfüllt.
Warum dies jetzt dringend ist
Die jüngsten regulatorischen Veränderungen, wie die CSRD und die ESRS, haben die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung erhöht. Marktkräfte werden von Kunden und Investoren immer stärker gefordert, Nachhaltigkeitszertifikate vorzulegen, während Nichtkonformität einen Wettbewerbsnachteil bedeutet.
Mit der Einführung der CSRD wird die Berichterstattung über Nachhaltigkeitsthemen für alle börsennotierten Unternehmen in der EU obligatorisch. Unternehmen, die noch nicht mit der Umsetzung einer Doppelwertigkeitsbewertung begonnen haben, stehen vor der Herausforderung, schnell auf die neuen Anforderungen einzugehen, um Zeitverlust und potenzielle Bußgelder zu vermeiden.
Darüber hinaus besteht der Wettbewerbsvorteil, der mit einer soliden Doppelwertigkeitsbewertung einhergeht. Unternehmen, die ihre Materialität korrekt identifizieren und kommunizieren, können ihre Anziehungskraft gegenüber Kunden und Investoren erhöhen und gleichzeitig ihre Reputation als verantwortungsbewusstes Unternehmen stärken.
Die Lücke zwischen dem, wo die meisten Organisationen stehen und wo sie hingehen müssen, ist beträchtlich. Eine Studie des auditing firms PwC erbrachte, dass 52% der Unternehmen in der EU noch keine oder unzureichende Materialitätsbewertungen durchführen. Dies zeigt, dass es dringend notwendig ist, die Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich zu erhöhen.
In diesem Artikel werden wir in den nächsten Abschnitten detaillierter auf die praktischen Schritte eingehen, die Sie unternehmen können, um Ihre Doppelwertigkeitsbewertung zu verbessern und den Anforderungen der CSRD und ESRS gerecht zu werden. Seien Sie bereit, Ihre Ansätze zur Materialitätsbewertung zu überdenken und zu modernisieren, um eine nachhaltigere und transparentere Unternehmensführung zu gewährleisten.
Die Lösungsstruktur
Um die Herausforderung der Doppelmaterialitätsbewertung zu meistern, folgen Sie unserem schrittweisen Ansatz, der Sie durch die Zuordnung von ESRS-Themen leitet. Wir ergänzen unsere Empfehlungen um spezifische Implementierungsdetails und verweisen auf relevante Regulierungsartikel/Anforderungen.
Schritt 1: Identifizieren Sie Ihre Stakeholder
Die Identifizierung Ihrer Stakeholder ist ein entscheidender Schritt. Hierzu sollten Sie alle relevanten Interessengruppen analysieren, die von den Aktivitäten Ihres Unternehmens betroffen sind. Sie umfassen Shareholder, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und auch die breitere Gemeinschaft, in der Ihr Unternehmen operiert.
Tun Sie das:
Ein Stakeholder-Mapping-Tool kann hilfreich sein. Sie können auch Fragebögen oder Interviews durchführen, um deren Wünsche und Bedenken besser zu verstehen. Denken Sie daran, sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Aspekte zu berücksichtigen.
Gut im Vergleich zu Nur-Durchschnitt:
Gute Stakeholder-Identifizierung geht über das bloße Sammeln von Namen hinaus. Sie beinhaltet die Analyse von Stakeholder-Bedürfnissen und -Einflüssen, um ein umfassendes Verständnis für die Auswirkungen Ihrer Geschäftsaktivitäten auf sie zu gewinnen.
Schritt 2: Bewerten Sie die finanzielle Materialität
Finanzielle Materialität bezieht sich auf die Auswirkungen, die bestimmte Themen auf Ihre Geschäftsmodelle und -ergebnisse haben könnten.
Tun Sie das:
Entwickeln Sie eine Methode zur Bewertung der finanziellen Materialität, die sich an Ihren Geschäftsstrategien und -modellen orientiert. Dies kann eine Kombination aus Analysen und qualitativen Bewertungen beinhalten. Denken Sie daran, die langfristigen Trends und potenziellen Industry-Disruptoren einzubeziehen.
Gut im Vergleich zu Nur-Durchschnitt:
Ein gutes Verständnis finanzieller Materialität geht über die reine Zahlenanlyse hinaus. Es beinhaltet auch die strategische Ausrichtung und potenzielle Risiken, die Ihre Geschäftsmodelle in Bezug auf bestimmte Themen betreffen könnten.
Schritt 3: Bewerten Sie die Auswirkungsmaterialität
Auswirkungsmaterialität bezieht sich auf die Auswirkungen Ihrer Geschäftsaktivitäten auf die Gesellschaft und die Umwelt. Die Bewertung dieser Themen sollte sowohl auf quantitativen als auch qualitativen Daten beruhen.
Tun Sie das:
Benutzen Sie umfassende Methoden, um die Auswirkungsmaterialität zu bewerten, einschließlich der Sammlung von Daten aus verschiedenen Quellen. Dies kann umfassen:
- Interne Berichte und Audits
- Umwelt- und Sozialstudien
- Stakeholder-Feedback
Gut im Vergleich zu Nur-Durchschnitt:
Gutes Management der Auswirkungsmaterialität beinhaltet die kontinuierliche Überwachung und Anpassung Ihrer Strategien, um den sich verändernden Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden.
Gemeinsame Erkenntnisse
Ein guter Ansatz zur Doppelmaterialitätsbewertung ist umfassend und sowohl finanzielle als auch auswirkungsorientierte Materialität berücksichtigt. Er beinhaltet auch die kontinuierliche Überwachung und Anpassung Ihrer Strategien und Vorgehensweisen, um den sich verändernden Anforderungen und Bedürfnissen gerecht zu werden.
Relevante Regulierungsartikel/Anforderungen
Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) legt die Pflicht für Unternehmen dar, eine gründliche Bewertung der Materialität durchzuführen, um zu bestimmen, welcheThemen in ihren Nachhaltigkeitsberichten angeführt werden müssen. Artikel 7 der CSRD fordert, dass die Materialitätsanalyse sowohl finanzielle als auch auswirkungsorientierte Aspekte abdeckt.
Häufige Fehler zu vermeiden
Unternehmen machen oft Fehler bei der Durchführung der Doppelmaterialitätsbewertung. Hier sind die Top 3:
Fehler 1: Unzureichende Stakeholder-Identifizierung
Ein häufiges Problem ist, dass Stakeholder nicht ausreichend identifiziert oder berücksichtigt werden. Dies kann dazu führen, dass wichtige Aspekte übersehen werden, die für die Finanzmaterialität und die Auswirkungsmaterialität relevant sind.
Was sie falsch tun:
Sie sammeln nur geringe Informationen oder befragt zu wenige Stakeholder, um eine umfassende Perspektive zu erhalten.
Warum es scheitert:
Daher wird nicht die volle Bandbreite vonmaterialitätsbetrachtungen abgedeckt, was zu einer unvollständigen und eventuell irreführenden Darstellung in Ihren Berichten führen kann.
Stattdessen tun:
Entwickeln Sie ein umfassendes Stakeholder-Mapping-Tool und führen Sie regelmäßige Kommunikation und Feedbackrunden durch, um eine vollständige und aktuelle Übersicht über Ihre Stakeholder zu erhalten.
Fehler 2: Unterausschätzung der langfristigen Trends und Risiken
Unternehmen neigen oft dazu, die Bewertung der finanziellen Materialität auf kurzfristige Trends und Risiken zu fokussieren, während langfristige Aspekte vernachlässigt werden.
Was sie falsch tun:
Sie analysieren nur kurzfristige finanzielle Daten und übersehen langfristige Trends und potentielle Disruptoren.
Warum es scheitert:
Dies kann zu einer unzureichenden Identifizierung und Bewertung langfristiger Risiken und Chancen führen, die wichtig für die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens sind.
Stattdessen tun:
Berücksichtigen Sie langfristige Trends und Risiken in Ihrer finanziellen Materialitätsbewertung, einschließlich der potenziellen Auswirkungen von Klimawandel,Technologien und gesellschaftlichen Veränderungen.
Fehler 3: Fehlende Integration in die strategische Geschäftsplanung
Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass die Materialitätsbewertung nicht in die strategische Geschäftsplanung integriert wird.
Was sie falsch tun:
Sie führen die Materialitätsbewertung als separaten Prozess durch und integrieren die Ergebnisse nicht in ihre Geschäftsstrategien.
Warum es scheitert:
Dies führt zu einer Diskrepanz zwischen Ihren Nachhaltigkeitsberichten und Ihren tatsächlichen Geschäftspraktiken, was zu einem Mangel an Glaubwürdigkeit führen kann.
Stattdessen tun:
Integrieren Sie die Ergebnisse der Materialitätsbewertung in Ihre strategische Geschäftsplanung und überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Strategien und Vorgehensweisen den sich verändernden Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden.
Tools und Ansätze
Es gibt unterschiedliche Ansätze und Tools, um die Doppelmaterialitätsbewertung durchzuführen. Hier sind die Hauptoptionen:
Manueller Ansatz
Dieser Ansatz beinhaltet die manuelle Zusammenstellung und Bewertung von Daten aus verschiedenen Quellen. Er kann für kleinere Unternehmen oder für spezifische Themen, die eine geringe Komplexität haben, angemessen sein.
Vorteile:
- Anpassungsfähig an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens
- Keine hohen Initialkosten
Nachteile:
- Zeitaufwendig und ressourcenintensiv
- Ein hohes Risiko von Fehlern und Ungenauigkeiten
Tabellenkalkulations-/GRC-Lösung
Diese Tools können bei der Organisation und Analyse von Daten helfen, bieten jedoch oft begrenzte Funktionen zur Unterstützung der Doppelmaterialitätsbewertung.
Vorteile:
- Vereinfacht die Datenorganisation und -analyse
- Kostengünstig in Vergleich zu automatisierten Plattformen
Nachteile:
- Manuelle Eingabe und Überwachung erforderlich
- Keine spezifischen Funktionen für die Bewertung von Materialität
Automatisierte Compliance-Plattformen
Automatisierte Compliance-Plattformen wie Matproof können die gesamte Prozesskette der Materialitätsbewertung unterstützen, von der Stakeholder-Identifizierung über die finanzielle und auswirkungsorientierte Bewertung bis hin zur Berichterstattung und Nachverfolgung.
Was zu suchen:
- Integration mit anderen Geschäftssystemen
- Benutzerfreundliche Oberfläche und simple Bedienung
- Funktionen für die kontinuierliche Überwachung und Anpassung Ihrer Materialitätsbewertungen
Wo hilfreich:
Automatisierte Plattformen können die Effizienz und Genauigkeit der Materialitätsbewertung erheblich steigern und die Integration in Ihre strategische Geschäftsplanung erleichtern.
Wo nicht hilfreich:
Sie können nicht die menschliche Intuition oder Urteilsfähigkeit ersetzen, insbesondere bei der Interpretation von komplexen Daten und der Entscheidung, welche Themen priorisiert werden sollen.
Matproof, als 100% in der EU ansässige Compliance-Automatisierungsplattform, bietet spezifische Funktionen zur Unterstützung der Doppelmaterialitätsbewertung. Sie können den gesamten Prozess von der Identifizierung Ihrer Stakeholder bis hin zur Bewertung der finanziellen und auswirkungsorientierten Materialität und zur Berichterstattung und Nachverfolgung mithilfe von AI-getriebenen Richtlinienerstellung und automatisierter Beweismittelsammlung von Cloud-Anbietern verwalten. Matproof ist darauf ausgelegt, die Effizienz und Genauigkeit der Materialitätsbewertung zu steigern und die Integration in Ihre strategische Geschäftsplanung zu erleichtern.
Zusammenfassend ist eine gründliche Doppelmaterialitätsbewertung entscheidend, um die relevanten ESRS-Themen für Ihren Nachhaltigkeitsbericht zu bestimmen. Ein gut durchdachter Ansatz, der Stakeholder-Identifizierung, finanzieller und auswirkungsorientierter Materialität Rechnung trägt, ist entscheidend für die erfolgreiche Erfüllung der Anforderungen nach der CSRD und deretskterung Ihrer Unternehmensstrategie.
Einstieg: Ihre nächsten Schritte
Sie sind sich sicher, welche ESRS-Themen für Ihr Unternehmen relevant sind? Machen Sie sich keine Sorgen, wir haben einen konkreten 5-Schritt-Aktionsplan für Sie, den Sie bereits in dieser Woche umsetzen können.
Schritt 1: Interne Experten einbeziehen
Beginnen Sie mit dem Zusammensetzen eines interdisziplinären Teams, das aus Vertretern der strategischen Planung, Finanzen, Compliance, IT und des CSR-Teams besteht. Sie alle haben unterschiedliche Perspektiven auf das Unternehmen und können einen umfassenden Einblick in die potenziellen Materialitäten geben.
Schritt 2: Offizielle Veröffentlichungen analysieren
Lesen und analysieren Sie die offiziellen Veröffentlichungen der EU und BaFin zu Materialitäten, insbesondere die CSRD-Vorschriften und deren Auswirkungen auf die Materialitätsbewertung. Insbesondere die Artikel 110 und 111 der CSRD sind entscheidend, um die Anforderungen an die Materialitätsbewertung zu verstehen.
Schritt 3: Externe Sektorenstudien einbeziehen
Es ist wichtig, auch externe Studien und Sektorenanalysen einzubeziehen, um die branchenspezifischen Risiken und Chancen besser zu verstehen. Hierbei kann die "EU Taxonomy" oder das "NACE-Klassifikationssystem" hilfreich sein.
Schritt 4: Stakeholderbeteiligung
Ein wichtiger Aspekt ist die Beteiligung Ihrer Stakeholder, wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und der Zivilgesellschaft, um ihre Perspektiven einzubeziehen und ihre Anliegen zu identifizieren.
Schritt 5: Bewerten und Priorisieren
Stellen Sie abschließend die identifizierten Themen basierend auf ihrer Impact-Materialität und Finanzmaterialität in einer solchen Reihenfolge, dass Sie die wichtigsten Herausforderungen und Chancen adäquat adressieren können.
Als Ressourcenempfehlung verweisen wir auf die offiziellen EU-Veröffentlichungen und BaFin-Anweisungen, die speziell für die Materialitätsbewertung entwickelt wurden und nicht auf random Blogs oder unzureichende Quellen.
Wann externe Hilfe in Anspruch nehmen
Es ist entscheidend zu wissen, wann Sie externe Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Wenn Ihr Unternehmen über wenig Erfahrung in der Materialitätsbewertung verfügt oder wenn die Themen sehr komplex sind, ist es ratsam, externe Expertise einzuschalten. Dies kann Ihnen helfen, die Bereinigung und Analyse zu beschleunigen und sicherzustellen, dass Sie alle relevanten Aspekte berücksichtigen.
Ein schnelles Ergebnis, das Sie erzielen können, besteht darin, sich unmittelbar mit den internen Experten oder externen Beratern zu treffen, um die ersten Schritte zur Ausarbeitung einesplans für die Double Materiality Assessment zu unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Hier sind einige FAQs zu Double Materiality Assessment, die Sie möglicherweise haben könnten:
Frage 1: Was genau ist Double Materiality Assessment?
Double Materiality Assessment ist ein Prozess, bei dem bestimmt, welche Themen sowohl für die Gesellschaft als auch für die Geschäftsleistung wichtig sind. Dies beinhaltet sowohl die "Impact-Materialität" (die Auswirkungen, die das Unternehmen auf die Gesellschaft hat) als auch die "Finanzmaterialität" (die Auswirkungen, die die Gesellschaft auf das Geschäftsergebnis des Unternehmens hat).
Antwort:
Double Materiality Assessment ist ein Instrument, das verwendet wird, um die relevanten Themen zu identifizieren, die sowohl für die Gesellschaft als auch für die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens von Bedeutung sind. Dies ermöglicht es, strategische Entscheidungen über Themen wie Nachhaltigkeit und CSR zu treffen, die sowohl den Erwartungen der Gesellschaft als auch den Anforderungen der Finanzmärkte gerecht werden.
Frage 2: Welche Rolle spielt die CSRD in der Materialitätsbewertung?
DieCorporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erweitert die Pflichten für Unternehmen, über ihre Umwelt- und Sozialauswirkungen zu berichten, und legt detaillierte Anforderungen an die Materialitätsbewertung fest.
Antwort:
Die CSRD hat eine zentrale Rolle in der Materialitätsbewertung, indem sie neue und erweiterte Anforderungen an die Berichterstattung über Umwelt- und Sozialthemen stellt. Artikel 110 und 111 der Richtlinie legen die Pflicht für Unternehmen nahe, ihre Materialitätsbewertung anhand der Anforderungen der CSRD durchzuführen und sicherzustellen, dass alle relevanten Themen in ihrem Bericht berücksichtigt werden.
Frage 3: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Double Materiality Assessment vollständig und umfassend ist?
Eine vollständige und umfassende Double Materiality Assessment erfordert eine sorgfältige Analyse der internen und externen Faktoren, die auf Ihr Unternehmen einwirken, sowie ein Verständnis der betroffenen Stakeholder.
Antwort:
Um eine vollständige und umfassende Double Materiality Assessment durchzuführen, sollten Sie eine umfassende interne und externe Analyse durchführen. Intern sollten Sie alle relevanten Abteilungen einbeziehen und externe Studien und Sektorenanalysen berücksichtigen. Stärken Sie die Beteiligung Ihrer Stakeholder, um ein umfassendes Bild Ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erhalten. Schließlich sollten Sie die Themen basierend auf ihren Auswirkungen auf Ihre Geschäftsleistung und den gesellschaftlichen Wert priorisieren.
Frage 4: Gibt esTools oder Technologien, die mir dabei helfen können, Double Materiality Assessment durchzuführen?
Ja, es gibt verschiedene Tools und Technologien, die Ihnen bei der Durchführung einer Double Materiality Assessment helfen können, wie zum Beispiel Compliance-Automationsplattformen, die speziell für die Bedürfnisse der Finanzdienstleister entwickelt wurden.
Antwort:
Ja, es gibt Tools wie Matproof, die Ihnen bei der Automatisierung von Compliance und der Erstellung von Berichten helfen können. Diese Technologien können dabei helfen, die Prozesse zu beschleunigen und die Genauigkeit der Bewertungen zu erhöhen. Sie bieten auch eine 100%ige Datenaufbewahrung in der EU, was für Finanzinstitute in Europa besonders wichtig ist.
Frage 5: Wie kann ich die Ergebnisse meiner Double Materiality Assessment kommunizieren?
Die Kommunikation der Ergebnisse ist ein entscheidender Schritt, um Transparenz und Vertrauen zu schaffen. Sie sollten Ihre Ergebnisse in Ihrem jährlichen Bericht, in separaten Nachhaltigkeitsberichten oder auf Ihrer Website veröffentlichen.
Antwort:
Die Kommunikation der Ergebnisse Ihrer Double Materiality Assessment kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Sie können Ihre Ergebnisse in Ihrem integrierten Jahresbericht, in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht oder auf Ihrer Unternehmenswebsite veröffentlichen. Es ist wichtig, klar und verständlich zu kommunizieren, welche Themen Sie identifiziert haben, wie Sie Ihre durchgeführt haben und welche Auswirkungen diese für Ihre Geschäftsstrategie haben.
Schlüsselerkenntnisse
Um diese Reihe von Artikeln zusammenzufassen, möchten wir Ihnen folgende Schlüsselerkenntnisse geben:
- Double Materiality Assessment ist ein entscheidender Schritt, um relevante Themen für Ihre Geschäftsstrategie und Berichterstattung zu identifizieren.
- Die CSRD legt neue Anforderungen an die Materialitätsbewertung fest, die Sie berücksichtigen müssen.
- Eine umfassende Analyse von internen und externen Faktoren, einschließlich Stakeholderbeteiligung, ist entscheidend für eine vollständige Double Materiality Assessment.
- Tools und Technologien wie die Compliance-Automationsplattform Matproof können Ihnen dabei helfen, diese Bewertung effizienter und genauer durchzuführen.
- Kommunikation der Ergebnisse ist ein wichtiger Schritt zur Aufrechterhaltung von Transparenz und Vertrauen.
Wenn SieReady sind, diesen Prozess zu starten oder fortzusetzen, kann Matproof Ihnen helfen. Besuchen Sieunsere Website, um eine kostenlose Bewertung zu erhalten und mehr über unsere Lösungen für die Compliance-Automatisierung zu erfahren: https://matproof.com/contact.